Filmclub

SPOTLIGHT

19. + 26. April

Ein Redaktionsteam des «Boston Globe» erhält 2001 den Auftrag, einen etwas älteren Fall von angeblichem Kindesmissbrauch durch einen Pater zu recherchieren.

Was sich wie journalistische Routine anlässt, wird unversehens zu einem Skandal ungekannten Ausmaßes innerhalb der amerikanischen Kirche, der alle nur möglichen politischen Mächte und Widerstände mobilisiert. SPOTLIGHT beginnt klein als realistische, investigative Story und steigert sich zu einem Crime-Movie von ziemlichen Ungeheuerlichkeiten. Ein Ensemblefilm mit Darstellern vom Feinsten.

(Text: Viennale 2015)

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LOLO - Drei ist einer zuviel

03. + 10. Mai

Julie Delpy erzählt mit viel Witz und Komik von dem gigantischen Chaos, das entstehen kann, wenn sich eine alleinerziehende 40-something-Frau in einen unerwarteten Mr. Right verliebt.

Eigentlich wollte Violette (Julie Delpy) nur ein paar Tage Auszeit mit ihren besten Freundinnen in Südfrankreich nehmen. Dort aber läuft ihr Jean-René (Dany Boon) über den Weg - und sie verliebt sich. Hals über Kopf. Und das, obwohl er so gar nicht zu ihr passt. Violette liebt ihr Leben in Paris und ihren Job in der Modebranche, Jean-René dagegen ist ein nerdiger Informatiker und scheint nicht viel mehr von der Welt gesehen zu haben als die Provinz und seinen Computer. Doch sie ist schon so lange ohne Mann, und selbst ihre Freundinnen raten ihr, es mit ihm zu probieren - was also spricht gegen einen Urlaubsflirt? Überraschenderweise läuft es so gut zwischen den beiden, dass Jean-René noch vor Jahresende nach Paris zieht.
Das junge Glück könnte perfekt sein, wäre da nicht: Lolo (Vincent Lacoste), Violettes 19-jähriger Sohn. Der denkt gar nicht daran, sie mit einem anderen zu teilen - und greift dafür zu immer drastischeren Maßnahmen. Von Verleumden bis Vergiften ist Lolo jedes Mittel recht. Lolo ist wahrlich ein Meister seines Fachs, doch Jean-René erweist sich als überraschend standhafter Gegner, der den Kampf um Violettes Herz würdevoll aufnimmt...

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IM HIMMEL TRÄGT MAN HOHE SCHUHE

17. + 24. Mai

"Im Himmel trägt man hohe Schuhe" sprüht vor lebenslustigem Dialogwitz und angstfreier Ehrlichkeit.

Zwischen Jess (Drew Barrymore) und Milly (Toni Collette) passt kein Blatt Papier, so nahe stehen sich die beiden Freundinnen seit Kindesbeinen. Es gibt kaum ein Foto, auf dem sie nicht zusammen zu sehen sind. Die beiden haben Klamotten, Männer und Geheimnisse geteilt und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Milly spaziert auf ihren spektakulären High Heels erfolgreich durchs Leben und hat eigentlich alles erreicht, wovon man träumt: eine steile Karriere, einen wunderbaren Mann und großartige Kinder. Jess ist eher der bodenständigere Typ. Ihr sehnlichster Wunsch ist ein gemeinsames Baby mit ihrem Freund, doch das will irgendwie nicht klappen. Als Milly erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, braucht sie vor allem eines: Jess. Überwältigt von den Zumutungen, die die Therapie mit sich bringt, stehen die Freundinnen vor einer gewaltigen Herausforderung. Während die Krankheit immer mehr davon verzehrt, was Milly zu einer stolzen Frau gemacht hatte, kann nur Jess' gnadenlos schwarzer Humor die Verzweiflung im Zaum halten. Doch auch wenn die beiden sich über Millys Haarausfall beim Perückenshopping und über die Brechschalen als Hut-Accessoire königlich amüsieren können, zerbricht Millys Glaube, dass alles wieder gut werden kann. Und auch Jess hat ein eigenes Leben, das zunehmend unter der beständigen Freundinnenpflege leidet. Ihre Freundschaft gerät an ihre Grenzen ausgerechnet als Milly sie am dringendsten braucht - um zu überleben.

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FAMILIE ZU VERMIETEN

31. Mai + 14. Juni

Die Geschichte eines wohlhabenden aber einsamen Junggesellen, der sich eine Familie wünscht, ist autobiographisch inspiriert vom eigenen Leben des Regisseurs Jean-Pierre Améris.

Geld ist nicht alles! Diese Erfahrung macht der reiche, aber einsame Paul-André, der allein in seiner großen Villa lebt und von seinem Chauffeur in seinem erstklassigen Auto herumkutschiert wird. Scheinbar fehlt es ihm an nichts außer an einer Familie. Aber da in seiner luxuriösen Welt alles käuflich ist, warum denn nicht auch das Familienglück?

So trifft er auf die alleinerziehende, durchgeknallte Violette, der das Sorgerecht für ihre zwei Kinder entzogen werden soll, weil sie Schulden hat. Ein Tauschhandel kommt zustande: Paul-André tilgt ihre Schulden, Violette borgt ihm dafür ihre Familie. Drei Monate will er bei ihnen einziehen. Was für Überraschungen eine solche Familie bereithält, ist ihm nicht klar...

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EIN MANN NAMENS OVE

21. + 28. Juni

Mit viel hintergründigem Witz und Herz erzählt Regisseur und Drehbuchautor Hannes Holm diese Komödie über eine unerwartete Freundschaft und eine große Liebe.

So einen kennt jeder! Diese Sorte des schlecht gelaunten, grantigen in die Jahre gekommenen Nachbarn, der jeden Morgen seine Kontrollrunde in der Reihenhaussiedlung macht, Falschparker aufschreibt, Fahrräder an ihren Platz räumt und Mülltonnen auf korrekte Mülltrennung überprüft. Genau so einer ist Ove (Rolf Lassgård). Dabei will er eigentlich Schluss mit allem machen.

Nachdem er vor einigen Wochen seine geliebte Frau verloren hat, versucht er nun immer wieder, sich auf diverse Arten das Leben zu nehmen. Erfolglos - irgendetwas kommt einfach jedes Mal dazwischen. Auch beim neuesten Versuch wird Ove gestört. Und zwar als die neuen Nachbarn mittendrin seinen Briefkasten über den Haufen fahren. Von diesem Augenblick an steht Oves Leben auf dem Kopf. Denn hinter der grimmigen Fassade verbirgt sich eigentlich ein großes Herz. Und manchmal braucht es eben nur eine streunende Katze, das richtige Werkzeug und eine unerwartete Freundschaft, um alte Wunden zu heilen...

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