Meldewesen & Standesamt

Einwohnermeldeamt

Das Einwohnermeldeamt als Teil des kommunalen Verwaltungsapparates ist im wesentlichen für An- Ab- und Ummeldung gemäß dem Österreichischen Meldegesetz 1991 zuständig, wonach jeder Mensch, der sich in Österreich ständig aufhält, in einer Datenbank zu erfassen ist.

Eine generelle Vorschrift über das polizeiliche Meldewesen wurde erstmals mit der Ministerialverordnung vom 15. Februar 1857 erlassen, in welcher grundsätzliche Richtlinien über das "Meldungswesen" aufgestellt wurden. Doch bildet das polizeiliche Meldewesen seit jeher einen wesentlichen Bestandteil der polizeilichen Tätigkeit, so zB betraute Kaiser Ferdinand l. im Jahre 1564 den Stadtanwalt in Wien mit der Aufgabe "auf das Stadtwesen und alle Ordnungen sein fleißig Aufmerksam" zu haben, was vor allem auch durch die Überwachung der ihm durch den Bürgermeister mittels der Meldezettel von den Gastgebern und Wirten angezeigten Fremden zu besorgen sei. "Auf das durch fremde Leut und Gest nich Gefähr entstund".

Standesamt

Das Standesamt als Teil der staatlichen Verwaltung ist eigentlich recht bekannt. Man verbindet damit im allgemeinen hauptsächlich die Durchführung von Eheschließungen. Das ist zweifellos ein sehr schöner, aber nur kleiner Teil der Aufgaben. Tatsächlich begleitet das Standesamt die Bürger ein Leben lang, beginnend mit der Geburt, über die Hochzeit bis hin zum Todesfall. Jeder personenstandsrelevante Vorgang wird beim Standesamt beurkundet.