RHV Großraum Salzburg & RHV Tennengau Nord feierten großes Jubiläum

Veröffentlichungsdatum26.06.2024Lesedauer2 MinutenKategorienStadtgemeinde Hallein
Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bürgermeister Bernhard Auinger, Mag. Josef Weilhartner, LL.B. (Kaufmännischer GF RHV Großraum Salzburg), DI Günter Matousch (Technischer GF RHV Großraum Salzburg), Wolfgang Breinlinger, MBA (GF RHV Tennengau Nord)

Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bürgermeister Bernhard Auinger, Mag. Josef Weilhartner, LL.B. (Kaufmännischer GF RHV Großraum Salzburg), DI Günter Matousch (Technischer GF RHV Großraum Salzburg), Wolfgang Breinlinger, MBA (GF RHV Tennengau Nord)

Flower-Power Party für 50 Jahre erfolgreiche RHV-Arbeit

Beide Verbände wurden 1974 gegründet und sorgen für die Abwasserreinigung in 21 Salzburger Mitgliedsgemeinden inklusive der Landeshauptstadt und der Stadtgemeinde Hallein. Auf 680.000 Einwohnerwerte ist die Kläranlage ausgerichtet und ist damit eine der größten Österreichs. Der enorme tägliche Einsatz und die vielen Mühen waren bei der gestrigen Feier vergessen und wichen ungezwungener Partystimmung im Stile der 70er Jahre.

Gründung Reinhalteverbände: visionäres Projekt für Mensch und Umwelt

Die 70er Jahre waren ein bewegtes Jahrzehnt, in dem jedoch die Umwelt nicht im Vordergrund stand: Die Salzach und ihre Zuflüsse waren durch private und industrielle „Nutzung“ stark verschmutzt und praktisch tote Gewässer. Dass die Salzburger Gewässer heute eine hervorragende Wasserqualität haben, ist der Arbeit der Reinhalteverbände zu verdanken. Die massiven Anstrengungen haben sich gelohnt, denn seit der Gründung 1974 waren viele Hürden wie eine geeignete Standortsuche, die Finanzierung von damals 2,5 Milliarden Schilling für beide Verbände oder der Kanalbau im Einzugsgebiet zu meistern – so sind 97 % der Haushalte an die öffentliche Kanalisation angebunden. Darüber hinaus bestehen mit den Verbänden Oberndorf und Oichtental und mit den bayerischen Gemeinden Laufen, Ainring und Marktschellenberg Kooperationen. Insgesamt werden 1.060 Kilometer Kanäle von den Verbänden inspiziert und gewartet.

Synergien und gemeinsame Herausforderungen

Nach einer 12-jährigen Planungs- und Bauphase wurde die 1986 in Betrieb genommene biologische Kläranlage in Siggerwiesen für beide Verbände ausgerichtet und bietet größtmögliche Synergien. Von den 680.000 Einwohnerwerten sind 120.000 dem RHV Tennengau Nord zugeordnet, die Abwässer werden durch die von beiden Verbänden betriebenen Kanal-Sammelnetze aus dem Einzugsgebiet eingeleitet und nach Siggerwiesen transportiert. Die Ansprüche an die Abwasserentsorgung sind in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Extremwetterereignisse und die Instandhaltung stellen hohe Anforderungen an die Kanalsysteme dar, aber auch legistische Vorgaben seitens der EU müssen die beiden Verbände stemmen. So ist in den nächsten Jahren eine vierte Reinigungsstufe zur Eliminierung von Mikrokunststoffen und Rückständen von Arzneimitteln und Kosmetika zu realisieren, die Investitionen in Millionenhöhe erfordert.

Gründungsjahr Motto für „50 Jahre RHV“-Party

Partylaune hat bei den Verbänden im Alltag keinen Platz. Umso mehr stand bei der gestrigen Feier die schrille Welt von 1974 im Vordergrund, und viele Gäste hatten sichtlich Spaß an der Mode, Musik und genossen die Kulinarik der 70er. Dennoch ernste und sehr wertschätzende Worte über die Arbeit der beiden Reinhalteverbände fanden der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Bernhard Auinger, der Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger und weitere Kollegen aus den Einzugsgemeinden, die von den RHV-MitarbeiterInnen mit Stolz und Freude aufgenommen wurden.

Quelle: SINZ OG Kommunikationsagentur